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Montag, 9. Februar 2026

 Blog 08_2026


Wenn in China das Frühlingsfest naht – was internationale Kooperationen jetzt wissen sollten

In China kommt das Frühlingsfest – auch bekannt als Chinesisches Neujahr – mit großen Schritten näher. Für die Volksrepublik ist es das wichtigste Fest des Jahres: ein kultureller, gesellschaftlicher und emotionaler Fixpunkt, vergleichbar mit einer Mischung aus Weihnachten, Neujahr und Sommerferien. Für internationale Kooperationspartner hingegen ist diese Zeit oft eine Herausforderung – vor allem dann, wenn man sie unterschätzt.

Denn rund um das Frühlingsfest, einige Wochen davor und danach, läuft die Industrie und Wirtschaft vielerorts nur auf halber Kraft. Produktionslinien stehen still, Entscheidungswege verlängern sich, Ansprechpartner sind nicht erreichbar. Millionen von Menschen reisen zu ihren Familien, Fabriken schließen, Büros bleiben verwaist. Was aus europäischer Sicht irritierend wirken kann, ist in China gelebte Normalität – und verdient Respekt.

Für ausländische Partner ist diese Phase nicht immer leicht zu „lesen“. Termine verschieben sich, Projektpläne geraten ins Wanken, Deadlines lösen sich scheinbar in rote Glücksumschläge auf. Doch genau hier liegt der Schlüssel zu erfolgreicher Zusammenarbeit: nicht im Widerstand, sondern im Verständnis.

Wer mit China kooperiert, muss sich arrangieren – und vor allem vorbereiten. Strategisch wichtige Projekte, etwa Neuproduktentwicklungen, Markteintritte oder kritische Produktionsanläufe, sollten möglichst nicht in diese Zeit fallen. Gute Planung bedeutet hier kulturelle Kompetenz. Wer das Frühlingsfest respektiert und seine Zeitachse daran ausrichtet, spart nicht nur Nerven, sondern stärkt auch die Beziehung zum Partner.

Die gute Nachricht: Nach dem Frühlingsfest wird wieder durchgestartet. Mit neuer Energie, frischem Tatendrang und oft bemerkenswerter Geschwindigkeit nehmen Unternehmen ihre Arbeit wieder auf. Entscheidungen werden getroffen, Projekte vorangetrieben – und auch die Messe-Saison schließt sich nahtlos an. Wer die ruhigere Phase klug genutzt hat, ist dann klar im Vorteil.

Internationale Kooperationen benötigen immer ein Verständnis für beide Seiten. Sie leben vom Respekt für unterschiedliche Kulturräume, vom bewussten Sich-aufeinander-Einlassen – und im Idealfall vom gemeinsamen Erleben solcher besonderen Zeiten. Wer versteht, warum das Frühlingsfest in China eine so zentrale Rolle spielt, versteht auch ein Stück chinesischer Denk- und Arbeitsweise.

Genau hier setzen wir an.

WOELL-Consulting arbeitet in Deutschland eng mit dem Partner Kathai Media & Consulting in China zusammen. Gemeinsam bilden wir eine belastbare Brücke zwischen Deutschland und China. Wir vernetzen und begleiten deutsche Unternehmen, die in China aktiv werden möchten – ebenso wie chinesische Unternehmen, die den Schritt nach Deutschland oder Europa planen. Dabei sind wir jeweils lokal vertreten, sprechen die Sprache, kennen die Märkte und – mindestens genauso wichtig – die kulturellen Feinheiten.

Denn erfolgreiche internationale Zusammenarbeit entsteht nicht allein durch Verträge und Zahlen. Sie entsteht durch Vertrauen, Verständnis und das richtige Timing. Oder anders gesagt: Wer weiß, wann man besser Gas gibt – und wann man besser innehält – ist langfristig erfolgreicher.

In diesem Sinne: 新年快乐ein gutes neues Jahr. Und danach: volle Kraft voraus.



 Blog 07_2026


Wie man mit China-Klischees deutsche Klimapolitik diskreditiert – Heute mal mit offen gelegtem Giftzahn

@Axel Bohanowskis Text in der WELT, von Heute [Rubrik „Wissen“;-) ] „Wie China die deutsche Klimahörigkeit ausnutzt“ ist kein analytischer Beitrag, sondern ein kulturkämpferisches Erzeugnis. Er gehört in jene Gattung von Springer-Artikeln, die sich als Realismus tarnen, aber im Kern Ressentiments bewirtschaften. China ist darin weniger Staat oder Wirtschaftsmacht als Chiffre: für Überforderung, Kontrollverlust und die Kränkung, dass sich globale Entwicklungen nicht mehr in Hamburg oder München entscheiden.

Der zentrale Kampfbegriff Klimahörigkeit verrät dabei mehr über den Autor als über die Politik. Wer ernsthaft glaubt, dass Regierungen, Konzerne, Versicherer und Militärplaner weltweit aus religiösem Eifer auf Dekarbonisierung setzen, hält Ideologie offenbar für ein Hobby der anderen. In Wirklichkeit reagieren Märkte, Investoren und Staaten auf physikalische, ökonomische und rechtliche Rahmenbedingungen. Das ist langweilig – und deshalb wird es im Springer-Universum lieber als Sekte karikiert.

China übernimmt im Text die Rolle des dämonischen Strippenziehers. Es produziert Solarmodule, also muss es tricksen. Es investiert in Batterien, also manipuliert es. Dass dieselbe Logik jahrzehntelang bei westlichen Öl- und Gaskonzernen als legitimes Geschäftsmodell galt, wird diskret verschwiegen. Wenn Exxon oder Gazprom Abhängigkeiten schaffen, ein Trump-Spender die Kontrolle über Ölspeicher übernimmt, heißt das Versorgungssicherheit. Wenn China Lieferketten dominiert, ist es Ausnutzung. Das ist keine Analyse, das ist geopolitische Doppelmoral mit journalistischem Siegel.

Besonders unerquicklich ist die Darstellung der europäischen Selbstentmachtung als chinesische List. Die Zerstörung der deutschen und europäischen Solarindustrie nach 2012 war kein Werk Pekings, sondern eine Mischung aus politischer Kurzsichtigkeit, Lobbydruck und ordnungspolitischem Dogmatismus. Oder schlichter ausgedrückt, die fehlgeleiteten Entscheidungen von überforderten politischen Vertretern dieser Zeit (Altmaier MdB BMWI + Reiche PstS BMU) die sich von einem scheinbar fehlgeleiteten Solarpionier haben inspirieren lassen, der es wohl nicht verstanden hatte sein Unternehmen zukunftssicher auszurichten und dafür einen Schuldigen brauchte. China hat diese Lücke nicht „ausgenutzt“, sondern schlicht gefüllt bzw., um es in der Fußballsprache auszudrücken - den Fehlpass angenommen und das Tor erzielt. Wer darin eine perfide Strategie erkennt, sollte weniger nach Peking schauen und mehr in alte Bundestagsprotokolle und den Protokollen so mancher Boardmeetings.

Auch bei den Emissionen wird moralisch aufgerüstet und faktisch abgerüstet. China emittiert viel – korrekt. Dass es gleichzeitig Fabrikhalle für westlichen Konsum ist, wird ignoriert. Das Smartphone, der Laptop, die Solaranlage: alles sauber im Westen bilanziert, der CO₂-Rucksack praktischerweise ausgelagert. Diese Form der Klimarechnung funktioniert nur, solange man die eigene Bequemlichkeit nicht mitdenken muss.

Der Text unterschlägt zudem systematisch, dass China längst in einem Tempo erneuerbare Energien ausbaut, das selbst wohlmeinende EU-Strategiepapiere erröten lässt. Gigawatt um Gigawatt Solar- und Windkraft, massive Investitionen in Netze, Speicher und Elektromobilität – das alles passt nicht zum Bild des zynischen Trittbrettfahrers. Also wird es entweder kleingeredet oder ignoriert. Selektive Wahrnehmung ist schließlich das Schmieröl jeder Polemik.

Der eigentliche Zweck des Artikels ist jedoch ein anderer: Verantwortung umlenken. Nicht deutsche Konzerne, die jahrelang von globalisierten Lieferketten profitierten, sollen erklären, warum sie technologische Risiken verschliefen. Nicht politische Entscheidungsträger, die Industriepolitik für Teufelszeug hielten. Schuld ist eine diffuse „Klimablase“. Sie ist der perfekte Sündenbock: allgegenwärtig, anonym und wehrlos.

So entsteht ein Text, der vorgibt, Machtverhältnisse zu entlarven, aber in Wahrheit Angst vor Veränderung rationalisiert. Transformation wird als Unterwerfung geframet, Kooperation als Naivität, Komplexität als Verrat am gesunden Menschenverstand. Das ist kein Journalismus im aufklärerischen Sinn, sondern Meinungsmanagement für ein Publikum, das Bestätigung sucht.
Gut, wir sind bei Artikeln aus der Feder eines Mitarbeiters des Springer-Verlages jetzt nicht wirklich überrascht, oder sind wir doch??


Fazit: Wer Klimapolitik kritisieren will, darf das gern tun – hart, faktenbasiert und streitlustig. Wer stattdessen mit China-Karikaturen arbeitet und Ressentiments als Realismus verkauft, betreibt keine Aufklärung. Er betreibt Stimmung. Stimmung die erkennen lässt, dass hier wohl politische Vorgaben zur Sprachrichtung erwartet werden. Und das ist vielleicht das eigentlich Hörige an diesem Text: die Loyalität gegenüber einem Weltbild, das ohne Feindbilder nicht mehr auskommt.

Oder anders formuliert:
Eine harte Auseinandersetzung über Klima- und Industriepolitik ist notwendig. Sie braucht Zahlen, Proportionen und Verantwortlichkeiten. Was sie nicht braucht, ist Sinophobie als rhetorische Abkürzung zur Pointe. Wer so argumentiert, nutzt nicht China aus – sondern die eigene Leserschaft. Aber hey, nach wie vor gibt es genügend Leser die der Meinung sind, Wahrheit liegt in den Werke des Springer-Verlages. Na dann mal Prost.


Donnerstag, 29. Januar 2026

Blog 06_2026   
Was können wir für sie tun?











 

Montag, 26. Januar 2026

 Blogbeitrag 05_2026

Energie- und Wärmewende: Warum wir den Mut zum Technologiemix brauchen – und nicht länger warten dürfen

Die Energie- und Wärmewende zählt zweifellos zu den größten Transformationsaufgaben unserer Zeit. Während sich die öffentliche Debatte jedoch weiterhin auffallend stark auf Strom konzentriert, liegt der Elefant im Raum woanders: bei der Wärme. Rund über 50 % des Endenergiebedarfs in Deutschland entfallen auf Wärme – in Haushalten, Gewerbe und Industrie. Wer die Energiewende ernst meint, muss hier ansetzen. Und zwar jetzt.

Abschied vom Strom-Monokultur-Denken

Die bisherige Strategie folgt oft einem vereinfachten Narrativ: Erneuerbare erzeugen Strom, Strom ersetzt alles. Dieses Denken greift zu kurz. Strom ist wertvoll, vielseitig und knapp – und nicht jede Anwendung sollte zwangsläufig elektrifiziert werden. Wärme direkt erneuerbar zu erzeugen, etwa über Solarthermie, Geothermie, Umweltwärme oder Biomasse, ist technisch erprobt, effizient und in vielen Fällen wirtschaftlich sinnvoller, als erst Strom zu erzeugen, um diese in Wärme um zu wandeln.

Eine zukunftsfähige Energieversorgung basiert daher nicht auf einer Technologie, sondern auf einem robusten Mix erneuerbarer Lösungen – angepasst an regionale Gegebenheiten, Lastprofile und vorhandene Infrastrukturen.

Speicher: Der unterschätzte Schlüssel zur Versorgungssicherheit

Erneuerbare Energien sind verfügbar – aber nicht immer dann, wenn sie gebraucht werden. Die Antwort darauf lautet Speicher. Und hier wiederholt sich der Denkfehler: Speicher werden fast ausschließlich als Stromspeicher gedacht. Dabei ist Wärmespeicherung technisch einfacher, günstiger und hoch skalierbar.

Großvolumige Wärme-, Erd-, Phase-Change- oder Aquiferspeicher ermöglichen es, sommerliche Überschüsse aus Solarthermie oder industrieller Abwärme saisonal zu nutzen. Diese Technologien sind keine Zukunftsmusik – sie laufen seit Jahren erfolgreich in Ländern Skandinaviens wie Dänemark, sowie den Niederlanden, Österreich und anderen Ländern in Europa. Kurz gesagt: Die Technik ist da. Was fehlt, ist der Wille zur breiten Umsetzung.

Energiemanagement: Ohne Intelligenz keine Effizienz

Je vielfältiger der Technologiemix, desto wichtiger wird ein leistungsfähiges Energiemanagement. Die intelligente Steuerung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch entscheidet über Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Netzstabilität. KI-gestützte Systeme können Prognosen verbessern, Lasten optimieren und Systeme Selbstlernend anpassen. Ein konkretes Beispiel auf Komponentensystem-Ebene ist der Energiemanagement-Assistent Huawei EMMA-A02, der KI-gestützte Analyse, Prognose und Steuerung von PV-Erzeugung, Speicher, Lade- und Lastpunkten ermöglicht – und damit autonome Optimierungsprozesse in dezentralen Systemen fördert.

Doch Energie- und Wärmewende sind systemische Aufgaben, die auf mehreren Ebenen gleichzeitig operieren müssen. Länder und Energieversorger, die KI bereits gezielt einsetzen, zeigen, wie der Weg aussehen kann:

  • China verfolgt eine umfassende „AI + Energy“-Strategie, bei der KI nicht nur für Prognosen, Netzstabilität und Emissions-Tracking genutzt wird, sondern auch zur Koordination komplexer erneuerbarer Energienetze und virtueller Kraftwerke in Großprojekten.

  • Brasilien setzt im Rahmen der Modernisierung seines Stromnetzes KI-basierte Tools ein (Electrobas partners with C3AI), um das Netz in Echtzeit zu überwachen und Störungen schneller zu beheben – ein Beispiel, wie Grid-weite KI-Integration die Zuverlässigkeit steigert.

  • Europaweit entwickeln Netzbetreiber und Start-ups KI-Anwendungen zur Lastprognose, Netzstabilität und Energieverbrauchsoptimierung – etwa in Belgien oder über internationale Kooperationen, die prognosebasierte Steuerung und Fehlererkennung im Betrieb autonomer Systeme nutzen.

Diese Beispiele verdeutlichen: KI-gestütztes Energiemanagement ist keine Zukunftsmusik, sondern Teil realer Strategien und Projekte in mehreren Staaten.

Und die Politik?

An dieser Stelle ein kleiner, rein sachlicher Seitenhieb: Während auf Bundesebene weiterhin über Detailverordnungen, Zuständigkeiten und Übergangsfristen diskutiert wird (wahlweise aus Unkenntnis, Überforderung oder anderen Beweggründen), schreitet die Realität voran. Industrie, Kommunen und private Haushalte haben längst begonnen, ihre Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen – aus Kosten-, Sicherheits- und Klimagründen.

Vielleicht ist das auch gut so. Große Transformationen waren selten das Ergebnis perfekter politischer Steuerung, sondern meist das Resultat von pragmatischem Handeln dort, wo es möglich ist.

Was brauchen wir konkret?

  • Einen technologieoffenen Ansatz, der Wärme als eigenständige Säule der Energiewende begreift und das fokussiert auf die Erneuerbaren

  • Den massiven Ausbau von Wärmespeichern, insbesondere saisonaler Systeme

  • Den Einsatz direkter erneuerbarer Wärmeerzeugung statt unnötiger Umwege

  • Leistungsfähige, KI-gestützte Energiemanagementsysteme – auf Gebäude-, Quartiers- und Netzebene

  • Kooperationen mit internationalen Technologieanbietern dort, wo sie uns bereits seit langem voraus sind

  • Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen – die aktuelle politische Weltlage und die diversen Fehlentscheidungen unseres BR zeigen dies überdeutlich



Wie sollte es weiter gehen – ohne warten zu müssen?

Eine Anmerkung an dieser Stelle vorweg: Wir sollten ernsthaft in Betracht ziehen, nicht auf eine Politik zu verlassen die sich aktuell äußerst rückständig darstellt und eher auf eine zweite Altmaier-Delle hinsteuert, die man dann wohl Reiche-Delle nennen müsste. Die Wirtschaft und Industrie, Kommunen sowie auch private Anwender haben es in der Hand selbst zu agieren. Ja, das heißt Anstrengungen, aber Veränderungen kommen nun mal dann wenn man dafür die Ärmel hochkrempelt und macht und nicht darauf wartet, dass sich Jemand Drittes darum kümmert.

Die gute Nachricht:
All das v.g. ist kurzfristig umsetzbar. Die Technologien sind verfügbar, belastbar, erprobt und skalierbar. Was es braucht, sind mutige Investitionsentscheidungen, kommunale Wärmeplanung mit echtem Gestaltungsspielraum, unternehmerische Initiative und Kooperation über Sektor- und Ländergrenzen hinweg. UND an dieser Stelle ganz wichtig, die Erkenntnis, dass man uns in anderen Ländern, wenn es um die Technologien der Erneuerbaren geht, schon lange überholt hat. Wir sollten also den Gedanken abstreifen der Lehrer zu sein und uns zu der Erkenntnis ringen der Schüler zu sein. Sprich, es braucht Kooperationen auf Augenhöhe mit denen die einige Technologien UND insbesondere Mainstreamfertigung besser beherrschen. Wenn man das richtig angeht, kann man hier mit einer Win-Win-Situation für beide Seiten rechnen. Mal von der positiven Wirkung der CO2-neutralen Energie- und Wärmeversorgung für die Allgemeinheit abgesehen. Ökonomisch und ökologisch somit ein Gewinn für Alle.

Die Energie- und Wärmewende ist keine Utopie. Sie ist ein Umsetzungsprojekt.

UND sie beginnt genau dort, wo man aufhört zu warten – und anfängt zu handeln.

Freitag, 23. Januar 2026

Blogbeitrag 04_2026 

Wärmewende mit Substanz:

Warum Solarthermie ein unverzichtbarer Baustein ist

Nachfolgender Artikel auch mit der Gefahr, dass ich mich hier wiederhole. Aber es ist mir zum einen ein Herzensthema und zum anderen gilt ja nach wie vor: „Steter Tropfen..“ und so..

Die Wärmewende ist kein Randthema – sie ist einer der schwersten Brocken der Energie- und Klimapolitik in Deutschland und Europa. Während über Stromnetze, Gigawatt und Ladeinfrastruktur diskutiert wird, gerät ein zentraler Punkt allzu oft in den Hintergrund: Wärme macht rund die Hälfte unseres Endenergieverbrauchs aus. Wer die Energiewende ernst meint, muss daher vor allem die Wärmewende ernst nehmen.

Und genau hier lohnt sich ein nüchterner, fachlicher Blick – jenseits kurzfristiger Trends und politischer Opportunität. Denn Wärmewende heißt nicht automatisch „alles elektrisch“. Wärmewende heißt vor allem: die richtigen Technologien am richtigen Ort intelligent kombinieren. Technologien, die verfügbar, erprobt, wirtschaftlich und robust sind. Eine davon ist – wenig überraschend, aber umso überzeugender – die Solarthermie.

Direkter geht es kaum: Sonne rein, Wärme raus

Solarthermie hat einen unschlagbaren Charme: Sie macht genau das, was wir brauchen – Wärme erzeugen. Direkt. Ohne Umweg über Strom, Umrichter oder zusätzliche Netzlasten. Während Photovoltaik Strom produziert, der anschließend wieder in Wärme umgewandelt werden muss, liefert Solarthermie die thermische Energie dort, wo sie gebraucht wird. Effizient, leise, langlebig und mit beeindruckenden Erträgen.

Dass diese Technologie seit Jahrzehnten zuverlässig funktioniert, ist kein Makel – sondern ihr größter Vorteil. Sie ist ausgereift, kalkulierbar und technisch solide. In Zeiten wachsender Systemkomplexität ist das kein Nachteil, sondern ein echtes Asset.

Vielseitig einsetzbar – vom Einfamilienhaus bis zum Wärmenetz

Solarthermie ist kein Nischenthema für Einfamilienhäuser mit Süddach. Im Gegenteil: Ihr Einsatzpotenzial ist enorm. Sie eignet sich hervorragend zur Ergänzung von Wärmepumpen, indem sie Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung übernimmt und damit Strombedarf und Laufzeiten reduziert. Sie ist prädestiniert für solare Nahwärmekonzepte, in denen große Kollektorfelder saisonal relevante Wärmemengen liefern. Und sie spielt ihre Stärken besonders dort aus, wo es auf Effizienz, Stabilität und Netzentlastung ankommt.

Kalte Nahwärme: gut – mit Solarthermie besser

Ein besonders spannendes Feld ist die kalte Nahwärmeversorgung. Niedrige Netztemperaturen, hohe Effizienz, geringe Verluste – das Konzept überzeugt aus guten Gründen. Doch auch hier gilt: Das System wird erst dann wirklich rund, wenn es sinnvoll ergänzt wird.

Solarthermie kann genau das leisten. Sie hebt das Temperaturniveau gezielt an, speist regenerative Wärme ein und entlastet die elektrischen Komponenten. Das Ergebnis: höhere Jahresarbeitszahlen, geringerer Strombedarf und mehr Versorgungssicherheit. Oder anders gesagt: Kalte Nahwärme ist gut – mit Solarthermie ist sie einfach besser.

Entlastung der Stromnetze – und mehr

Neben der systemischen Effizienz bringt Solarthermie weitere handfeste Vorteile mit sich:
Sie reduziert Lastspitzen im Stromnetz, senkt Betriebskosten, erhöht die Resilienz von Versorgungssystemen und trägt zu einer echten Sektorenkopplung bei – nicht auf dem Papier, sondern in der Praxis. Und ganz nebenbei nutzt sie eine Energiequelle, die zuverlässig jeden Tag scheint, auch wenn die Strombörse gerade nervös ist.


Fazit: Wärmewende braucht Technologieoffenheit

Ein kleiner Hinweis vorweg, unter Technologieoffenheit verstehe ich das, was auch damit ausgesagt werden sollte. Hier soll kein unsinniger Zusammenhang mit der Nutzung von fossilen Brennstoffen abgeleitet werden!
Die Wärmewende wird nicht durch Monokulturen gelingen. Sie braucht
Technologieoffenheit, Systemdenken und den Mut, Bewährtes konsequent mitzudenken. Solarthermie ist kein Relikt vergangener Energiedebatten, sondern ein hochaktueller, systemrelevanter Baustein für eine nachhaltige Wärmeversorgung.

Wer Wärme intelligent planen will – ob im Gebäude, im Quartier oder in der Kommune – kommt an ihr nicht vorbei.

Und falls Sie dabei Unterstützung brauchen: WOELL-Consulting hilft bei der Konzeption, Bewertung und Umsetzung zukunftsfähiger Wärmelösungen. Mein Name ist Andreas Wöll, und neben meiner Tätigkeit bei WOELL-Consulting bin ich auch Vorsitzender des Fachausschusses Solarthermie – Erneuerbare Wärme. Ich bin überzeugt: Die Sonne kann mehr als Strom. Man muss sie nur lassen.

Blog-Beitrag 03_2026 

Die Angst vor dem unsichtbaren Drachen – ein europäisches Ritual

In der öffentlichen Debatte entsteht bisweilen der Eindruck, als säße in jedem asiatischen Wechselrichter ein kleiner, geduldiger Parteisekretär, der nur darauf wartet, nachts um drei den europäischen Strommarkt abzuschalten. Diese Vorstellung mag dramaturgisch reizvoll sein, ersetzt aber keine belastbare Risikoanalyse. Die EU neigt hier zu einem bekannten Muster: technologische Komplexität wird mit geopolitischer Projektion vermischt – und am Ende steht weniger Sicherheit, dafür mehr Regulierung.

An dieser Stelle eine kleine Nebenanmerkung:
Es ist schon arg auffällig, dass insbesondere dann derartige Diskussionen aufkommen, wenn mal wieder ein Unternehmen in Europa angeschlagen ist. Aktuell ist es, zum wiederholten Mal, der Wechselrichterhersteller SMA. Da man nach wie vor scheinbar nicht im eigenen Haus nach dem Grund der wirtschaftlichen und auch technologischen Schieflage sucht, hat man mit dem bösen Chinesen schnell den Schuldigen für die hauseigenen Gründe gefunden. Aber zurück zum eigentlichen Diskurs.
Und ein weitere Hinweis sei an dieser Stelle erlaubt: 
Wenn man, wie beim Mitbewerber Huawei, bereits Lösungen serienreif hat die KI-gestütztes Energiemanagement als Plus-In-Lösung mit PV + WP + ES aufweisen kann, ist nachvollziehbar, dass man, mangels eigener Innovationskraft,  Schützenhilfe von politischer Seite braucht, um den ungeliebten Mitstreiter vom Markt zu nehmen. (Stichwort EMMA-A02) 

Die zunehmende Sinophobie im Technologiediskurs wirkt dabei weniger wie eine nüchterne Sicherheitsstrategie, sondern eher wie eine Mischung aus industriepolitischer Verunsicherung und strategischer Selbstberuhigung. Wenn europäische Hersteller Marktanteile verlieren, liegt das häufig an vielen Faktoren wie: Preis, Innovationskraft, Fertigungstiefe, fehlende geschlossene Lieferketten der Vorprodukte, Skalierung oder Geschwindigkeit etc. etc. – somit nicht zwingend an fremdgesteuerten Hintertüren. Dass diese ökonomische Realität politisch schwer zu verkraften und schwerer zu vermitteln ist als ein diffuses Bedrohungsszenario, erklärt möglicherweise den rhetorischen Eifer, mit dem Herkunftsfragen überbetont werden.

Ironischerweise vertraut man gleichzeitig bereitwillig auf Cloud-Infrastrukturen, Betriebssysteme und Software-Stacks, Preisgabe von persönlichen Daten in diversen Communities, Bank- und steuerlich relevante Daten in irgendwelchen netten APPs und vielen dubiosen Datenverteilungsräumen mehr, deren Herkunft zwar nicht chinesisch ist, deren Intransparenz aber kaum geringer ausfällt. Offenbar gilt: Remote-Zugriff ist nur dann beunruhigend, wenn er aus der „falschen“ Zeitzone kommt.

Regulatorische Beruhigung statt technischer Resilienz

Besonders bemerkenswert ist, dass sich die europäische Sicherheitsdebatte oft stärker auf wer ein Gerät herstellt konzentriert als auf wie es technisch abgesichert ist. Zertifikate, Herkunftslabels und politische Risikoklassifizierungen vermitteln ein Gefühl von Kontrolle – ändern aber nichts daran, dass Cybersecurity kein Pass ist, sondern ein Prozess. Wer glaubt, durch das Entfernen bestimmter Anbieter automatisch sicherer zu werden, unterschätzt die Dynamik moderner IT-Systeme und überschätzt den Nutzen symbolischer Maßnahmen.

Dabei wirkt die EU stellenweise wie ein Akteur, der aus Angst vor Stolperfallen lieber den gesamten Marktplatz absperrt – und sich anschließend wundert, warum Innovation, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit darunter leiden. Gerade in der Energiewende, die auf schnelle Skalierung, Kosteneffizienz und technologische Offenheit angewiesen ist, kann überzogene Regulierung unbeabsichtigt genau das Gegenteil dessen bewirken, was sie vorgibt zu schützen.


Ökonomische Selbstkasteiung als Sicherheitsstrategie?

Nicht zuletzt stellt sich die Frage, ob eine pauschale Skepsis gegenüber asiatischer Elektronik Europas Position tatsächlich stärkt – oder ob sie vielmehr zu höheren Preisen, geringerer Auswahl und wachsender Abhängigkeit von wenigen verbleibenden Anbietern führt. Sicherheit durch Marktverengung ist ein fragiles Versprechen. Wer globale Lieferketten politisch fragmentiert, riskiert neue Abhängigkeiten statt alte zu reduzieren.

Die Vorstellung, man könne sich durch den Austausch „asiatischer Risiken“ gegen „westliche Sicherheit“ immunisieren, ist dabei ebenso bequem wie trügerisch. Dies gerade auch mit einem doch eher kritisch vorzunehmenden Blick gen USA. Eine westliche Nation, welche von einem Mann mit gefühlter Megalomanie und Weltherrschaftsphantasien angeführt wird. Oder sagen wir mal eher, einem Führer welchen man doch eher als Handpuppe für die Öffentlichkeitsarbeit der großen multinationalen Technologieunternehmen wahrnimmt. Dazu gehören auch Unternehmen der  Informationstechnologien-Branche. Was wenn diese Weltherrschaftsphantasien die Elektronik der westlichen Nutzer unter Kontrolle bringt? Zugegeben, hört sich nach Verschwörungsgeschwurbel an. ABER, ist der Gedanke wirklich so abwegig?

Mit der Wahl westlicher Elektronik wähnt man sich ja dümmlicherweise in Sicherheit, wenn es um fremdgesteuerte und unerwünschte Datennutzung geht. Eine äußerst trügerische Sichtweise. In einer globalisierten Technologieökonomie ist Sicherheit kein Herkunftsmerkmal, sondern das Ergebnis von Architektur, Kontrolle, Offenlegung und kontinuierlicher Prüfung.

Ergänzendes Fazit

Eine nüchterne Betrachtung zeigt: Die EU steht nicht vor einer chinesischen Übernahme ihrer Stromnetze, sondern vor der anspruchsvollen Aufgabe, Sicherheitsinteressen, wirtschaftliche Realität und technologische Vernunft in Einklang zu bringen. Wer dabei vorschnell auf Angstnarrative setzt, riskiert nicht nur politische Glaubwürdigkeit, sondern auch wirtschaftlichen Schaden.

Oder anders formuliert:
Nicht jeder Wechselrichter ist ein Trojanisches Pferd – und nicht jede Regulierung ein Sicherheitsgewinn.


Mittwoch, 14. Januar 2026

Blogbeitrag 02_2026

Persönliches Kalkül oder schlicht Unwissenheit – Was läuft falsch in Deutschland wenn es um die energetische Versorgung geht?

Nicht die Frage, was ist politisch opportun oder gar für die persönliche Vorsorge weniger lukrativ, sondern was ist richtig für Deutschland sollte die Frage sein, wenn es um den Weg der Energie- und Wärmewende und dem damit verknüpften Transformationskurs in Wirtschaft und Industrie in Deutschland geht.

Lasst mich einen Ein Satz vorweg schicken:
Der folgende Artikel richtet sich nicht gegen eine politische Richtung, keine Partei und keine Person als solche. Er ist auch kein Ausdruck politischer Aversion. Es geht um etwas Fundamentaleres: die Frage, ob Deutschland bei der Energie- und Wärmewende sowie beim daraus abgeleiteten Transformationskurs von Wirtschaft und Industrie einen sachlich, technologisch und ökonomisch tragfähigen Weg beschreitet – unabhängig vom Parteibuch.

Die Energie- und Wärmewende ist kein ideologisches Projekt, sondern ein industrie-, standort- und sozialpolitisches Jahrhundertvorhaben. Sie ist mit hohen Anfangsinvestitionen verbunden, keine Frage. Doch sie muss sich an einem einfachen Maßstab messen lassen: Führt sie mittel- und langfristig zu ökonomischer Stabilität, Versorgungssicherheit und internationaler Wettbewerbsfähigkeit, sowie einer positiven ökologischen Wirkung mit Blick auf den Klimawandel – oder produziert sie strukturelle Mehrkosten, technologische Sackgassen und neue Abhängigkeiten?

Ein zentraler Punkt dabei ist, neben dem ökologischen Aspekt, die technologische Ausrichtung. Die bislang dominierende, nahezu ausschließlich strombasierte Perspektive greift nachweislich zu kurz. Gerade im Bereich der Wärmeerzeugung – die in Deutschland rund die Hälfte des Endenergiebedarfs ausmacht – ist Strom nur eine von mehreren Optionen. Eine resiliente Wärmewende setzt zwingend auf einen technologieoffenen Ansatz: Solarthermie, Geothermie, Umweltwärme, industrielle Abwärmenutzung, Biomasse in klar definierten Einsatzfeldern sowie hybride Systeme müssen integraler Bestandteil sein. Der Blick zur Sektorkopplung tut hier not.

Ein kurzer Exkurs zur Solarthermie – stellvertretend für viele übersehene Lösungen:
Solarthermie ist eine ausgereifte, effiziente und kostengünstige Technologie zur direkten Wärmeerzeugung. Sie benötigt keine energieintensive Umwandlungskette, entlastet Stromnetze, senkt Spitzenlasten und lässt sich hervorragend in Wärmenetze und industrielle Prozesse integrieren. Internationale Beispiele – etwa aus Dänemark oder Österreich
(hier z.B. durch eine massive Selbstbau-Bewegung und Großanlagen) – zeigen, dass großskalige Solarthermie einen messbaren Beitrag zu stabilen Wärmepreisen leisten kann. Dass diese Technologie in der deutschen Debatte seit Jahren randständig behandelt wird, ist kein technisches, sondern ein politisch-strategisches Versäumnis.

Vor diesem Hintergrund wirft die aktuelle energie- und wärme­politische Ausrichtung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unter Ministerin Katherina Reiche ernsthafte Fragen auf. Fachlich ist vielfach belegt, dass eine einseitige Elektrifizierungsstrategie – insbesondere im Wärmesektor – mit erheblichen Risiken verbunden ist: steigende Strompreise, massive Netzausbaukosten, erhöhte Systemkomplexität und wachsende Belastungen für Industrie und Verbraucherinnen und Verbraucher.

Hinzu kommt eine historische Dimension. Bereits im Jahr 2012, während ihrer Tätigkeit als Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, war Frau Reiche an energiepolitischen Weichenstellungen beteiligt, deren Folgen heute offen zutage liegen: ein kostspieliger, teils ineffizienter Ausbaupfad, der technologische Vielfalt eher begrenzt als gefördert hat. Der Weg der heute gerne als Altmaier-Delle bezeichnet wird. Ein teurer und falscher Pfad der die Solarindsutrie massiv Arbeitsplätze und Wirtschaftkraft gekostet hatte. Eine verheerende Fehlausrichtung die unsere Solarindustrie, zu der Zeit waren wir hier innovativ und technologisch noch führend, komplett aus der Hand gegeben hatte.


Dass sich zentrale Muster dieser Politik heute erneut abzeichnen, lässt zumindest den Eindruck entstehen, dass Lehren aus der Vergangenheit unzureichend berücksichtigt wurden.

Bewusst oder schlicht mangels besseren Wissens bzw. mangels Kompetenz sei dahingestellt.
Aber dies führt unweigerlich zu der Frage, wohl wissend dass ich hier nicht der Erste bin der diese Frage in den Raum stellt, mache es aber trotzdem:
„Kommt jetzt die historische Reiche-Delle?“

Dabei geht es ausdrücklich nicht um persönliche Motive oder Unterstellungen. Doch es ist legitim zu fragen, warum erneut ein Kurs verfolgt wird, der große Teile der energieintensiven Industrie unter Druck setzt, während nur wenige Akteure – zufällig oder nicht – davon profitieren. Ebenso legitim ist die Frage, warum Bürgerinnen und Bürgern absehbar hohe Folgekosten zugemutet werden, obwohl technisch wie wirtschaftlich tragfähige Alternativen existieren. Um es schwäbisch zu formulieren: Das hat „ein Gschmäckle“.

Was ist also richtig für Deutschland? Richtig ist ein technologieoffener, systemischer Ansatz, der Strom, Wärme gemeinsam denkt. Richtig ist eine Transformationsstrategie, die Industrie nicht belehrt, sondern befähigt. Falsch ist jede Politik, die Komplexität reduziert, indem sie Realitäten ausblendet. Falsch ist auch eine Politik eines Ministeriums, die den Eindruck erweckt, ökonomische und ökologische Nebenwirkungen seien lästige Begleiterscheinungen statt zentrale Bewertungsgröße.


Ob Überforderung, Fehleinschätzung oder eine zu enge Fokussierung auf bestimmte persönliche Interessen eine Rolle spielen, lässt sich von außen nicht abschließend beurteilen. Entscheidend ist etwas anderes: Ein Ministerium dient nicht einer politischen Linie, sondern dem Gemeinwohl. Es dient der Wirtschaftskraft des Landes, der sozialen Balance und der langfristigen Handlungsfähigkeit kommender Generationen.

Am Ende geht es nicht um Gesichtsverlust oder politische Profilierung. Es geht darum, dass wir unserer politischen Überzeugung treu bleiben dürfen – wenn es jedoch um den Dienst an den Bürgerinnen und Bürgern geht, müssen wir sie ins Regal stellen, um das Richtige für jene zu tun, denen die Politik verpflichtet ist.


Mittwoch, 7. Januar 2026

 Blogbeitrag 01_2026

Energiewende ohne Wärme ist Selbstbetrug

Warum sich die Wetterau mehr um das Offensichtliche kümmern sollte

Man kann es drehen und wenden, wie man will:
Eine Energiewende, die die Wärme ignoriert, ist keine. Sie ist bestenfalls ein halbfertiges Projekt – schlimmstenfalls politischer Selbstbetrug.
Ein kleiner Seitenhieb sei mir an dieser Stelle erlaubt:
Ja, schon klar „Aber Gaskathi hat doch gesagt…“. Schaut man sich die Analyse von Greenpeace zum „..veränderten Gutachten zur Energiewende..“ an, wird einem klar, woher das Gas weht..
😉
https://www.greenpeace.de/klimaschutz/energiewende/gasausstieg/energiewendemonitoring

In der Wetterau und in vielen anderen Kreisen wird derzeit viel über Photovoltaik und Wind gesprochen. Das ist richtig und notwendig. Aber es ist eben nur ein Teil der Wahrheit. Über die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs entfällt auf Wärme. Wer diesen Bereich ausblendet, betreibt keine strategische Planung, sondern Symbolpolitik.

Strom als bequemer Fokus

Der Stromsektor ist politisch attraktiv. Er lässt sich gut visualisieren, gut fördern und gut kommunizieren. Mal von den Drückerkolonnen da draußen abgesehen, die  es mit ihrer Marketingmaschinerie gut verstehen PV plus Wärmepumpe als das "Allheilmittel" zu verkaufen.
Ob man jedoch dem geneigten Kunden das richtige andient, sollte man zumindest kritisch hinterfragen.
Ein Solardach ist sichtbar, ein Wärmenetz nicht. Vielleicht erklärt das, warum kommunale Energiegespräche so häufig beim Strom stehen bleiben.

Doch physikalische Realitäten lassen sich nicht weglächeln. Wärme lässt sich vielfach direkt und effizient erzeugen – etwa durch Solarthermie oder durch die Nutzung von Abwärme. Strom dagegen erst in Wärme umzuwandeln, ist teuer, verlustbehaftet und infrastrukturell anspruchsvoll. Wer das ignoriert, verschiebt Kosten in die Zukunft – und auf die Bürgerinnen und Bürger.

Austausch ohne Vollständigkeit

Wenn sich Kommunen, der Kreis Wetterau, die WiReg und die OVAG zusammensetzen, ist das grundsätzlich ein gutes Zeichen. Problematisch wird es, wenn der thematische Rahmen zu eng gesteckt bleibt. Wer ernsthaft Verantwortung für die regionale Energiezukunft übernehmen will, muss auch über Wärmeversorgung, Wärmenetze und Speicher sprechen.

Alles andere ist, als würde man über Mobilität reden und Busse vergessen.

Beispielgrafik (grob vereinfacht): Warum Wärme mitgedacht werden muss


Friedberg könnte zeigen, was möglich wäre

Die Konversionsflächen der ehemaligen Kaserne in Friedberg sind ein Paradebeispiel dafür, wie viel Potenzial ungenutzt bleibt. Solche Bereiche eignen sich ideal für kommunale Wärmenetze, gespeist aus Solarthermie-Großanlagen, Wärmepumpen und Speichern. Technisch ist das seit Jahren erprobt. Neu wäre allenfalls der politische Wille, es konsequent umzusetzen. Eventuell ein Thema für die Stadtwerke Friedberg. Ein Blick nach Bad Nauheim (kalte Nahwärme) mit der Ergänzung einer Solarthermie-Großanlage zur Regeneration des Bereiches um den Flächenabsorber könnte hilfreich sein.

Der Blick nach Dänemark schmerzt

In Dänemark sind Wärmenetze Standard. Solarthermie-Großanlagen mit zehntausenden Quadratmetern Kollektorfläche versorgen ganze Städte. Die Wärmepreise sind stabil, die Abhängigkeit von fossilen Importen gering. Dort gilt Wärmeversorgung als öffentliche Infrastruktur – nicht als individuelles Risiko.

Hierzulande diskutieren wir noch, ob man das überhaupt darf.

Berlin hilft nicht – also muss die Region handeln

Die unionsgeführte Bundesregierung liefert wenig Orientierung. Der fehlgeleitete Begriff der Technologieoffenheit wird zur Ausrede für Untätigkeit, Marktvertrauen zum Ersatz für Planung. Wer darauf wartet, wird warten – und zahlen.

Gerade deshalb liegt die Verantwortung bei den Regionen. Die Wetterau hat alle Voraussetzungen, eine kluge, integrierte Energie- und Wärmestrategie zu entwickeln. Was fehlt, ist der Mut, das Thema Wärme gleichberechtigt zu behandeln. Zudem macht es Sinn sich entsprechend fachkundig unterstützen zu lassen. Insbesondere wenn man Fachkundige lokal ansässig hat.

Fazit

Die Wärmewende ist kein Spezialthema für Fachzirkel. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Energiewende bezahlbar, sozial und sinnvoll bleibt. Wer sie weiter ignoriert, handelt nicht vorsichtig – sondern fahrlässig.

Die technischen Lösungen sind bekannt.
Man muss sie nur endlich mit dem ihr zustehenden Ernst wahrnehmen und sich nicht einseitig beraten lassen. Nicht, was in der öffentlichen Wahrnehmung nett aussieht sollte hier der Treiber sein, sondern das was für die Bürgerinnen & Bürger der Wetterau richtig ist.

Zudem eine kleine Anregung an dieser Stelle:
Vielleicht macht es Sinn bei der WiReg Wirtschaftsförderung Wetterau einen Bereich zu etablieren welcher sich mit Fragen rund um die Energie- und Wärmewende beschäftigt. Idealerweise in Verbindung mit erfahrenen Experten in diesem Bereich und und nicht politisch induziert durch eine reine Alibifigur.



Dienstag, 30. Dezember 2025

Energie- und Wärmewende:
Warum sie global gedacht werden muss – und warum China dabei unverzichtbar ist

Die Energie- und Wärmewende ist keine nationale Fingerübung, kein industriepolitisches Prestigeprojekt und schon gar kein Wettbewerb darum, wer das moralisch reinste Solarmodul produziert. Sie ist eine globale Notwendigkeit – physikalisch, ökonomisch und technologisch. CO₂ kennt keine Landesgrenzen, Lieferketten schon gar nicht. Wer die Transformation des Energiesystems ernst meint, muss daher auch die Realität globaler Wertschöpfung akzeptieren. Und diese Realität heißt heute: ohne China wird die Energiewende weder schnell noch bezahlbar gelingen.

In Europa – insbesondere in Deutschland – hält sich dennoch hartnäckig die Vorstellung, man müsse (und könne) die industrielle Fertigung zentraler Technologien der Erneuerbaren Energien im großen Maßstab wieder vollständig zurückholen. Photovoltaik, Batterien, Wärmepumpen, Elektrolyseure – am besten alles „Made in Germany“. Dieser Wunsch ist politisch verständlich, ökonomisch aber nur begrenzt realistisch. Denn industrielle Skalierung ist kein politischer Beschluss, sondern das Ergebnis von Zeit, Kapital, Lernkurven und Märkten.

China ist hier nicht zufällig in der Technologieführerschaft. Das Land beherrscht die Mainstream-Fertigung erneuerbarer Technologien nicht deshalb besser, weil es billiger subventioniert, sondern weil es früher, größer und konsequenter skaliert hat. Wer über Jahrzehnte Millionen statt Tausende von Einheiten produziert, lernt schneller, optimiert Prozesse, senkt Ausschuss, integriert Lieferketten und reduziert Kosten. Das ist keine Ideologie, sondern industrielle Mathematik.

Der in Europa weit verbreitete Aberglaube, chinesische Hersteller könnten Preise ausschließlich durch staatliche Subventionen drücken, greift daher zu kurz. Natürlich spielt Industriepolitik in China eine Rolle – übrigens genauso wie in Europa oder den USA. Der entscheidende Faktor sind jedoch die enormen Stückzahlen, die vertikale Integration und die Geschwindigkeit, mit der Innovationen in die Serienproduktion überführt werden. China industrialisiert Technologien, während Europa sie oft noch diskutiert, reguliert oder in Förderanträgen ertränkt.

Was hat China uns also voraus? Vor allem Pragmatismus. Dort wird nicht endlos über Technologiepfade gestritten, sondern umgesetzt. Infrastruktur wird als Voraussetzung gedacht, nicht als nachgelagertes Problem. Planungssicherheit, Geschwindigkeit und Skalierung stehen im Vordergrund. Auch in der Wärmewende zeigt sich das deutlich: Fernwärme, Großwärmepumpen, Abwärmenutzung und Sektorkopplung werden systemisch gedacht – nicht als ideologisch aufgeladene Einzelmaßnahmen.

Was können wir von China lernen? Erstens: Tempo. Zweitens: industrielle Kooperation entlang der gesamten Wertschöpfung. Drittens: die Bereitschaft, Technologien im großen Maßstab zu testen, anzupassen und zu verbessern. Perfektion kommt nach der Marktdurchdringung, nicht davor.

Genau deshalb bieten sich Kooperationen mit chinesischen und asiatischen Unternehmen an. Europäische Unternehmen bringen Systemkompetenz, Normungswissen, Qualitätsansprüche, Marktverständnis und oft exzellente Ingenieurskunst ein. Asiatische Partner bringen Skalierung, Fertigungsexzellenz, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz. Zusammen entsteht kein Abhängigkeitsverhältnis, sondern ein komplementäres Modell – wenn man es richtig aufsetzt.

Globalisierung ist keine Einbahnstraße. Wer glaubt, China wolle nur verkaufen, verkennt die Realität. Chinesische Unternehmen suchen zunehmend stabile Märkte, lokale Partner, politische Akzeptanz und technologische Kooperation. Europa ist dafür attraktiv – trotz oder vielleicht gerade wegen einer Bundesregierung, die bei der Energie- und Wärmewende oft den Eindruck erweckt, sie betreibe Krisenmanagement im Blindflug. Wenn selbst eine Ministerin des zuständigen Bundesministeriums mit ambitionierten Zielen, aber offenkundig überforderten Umsetzungsstrukturen kämpft, zeigt das vor allem eines: Die Aufgabe ist zu groß für nationale Alleingänge.


Die globale Energie- und Wärmewende gelingt nur als Gemeinschaftsprojekt. China kann – und wird – dabei einen entscheidenden Beitrag leisten. Nicht als Gegner, sondern als Partner.

Genau hier setzt WOELL-Consulting an.


Wer als deutsches oder europäisches Unternehmen mit chinesischen Partnern kooperieren möchte, braucht mehr als Übersetzer und Absichtserklärungen. Es geht um kulturelles Verständnis, belastbare Geschäftsmodelle, regulatorische Einbettung, Vertrauen und strategische Passfähigkeit. Gleichzeitig müssen chinesische Unternehmen überzeugt werden, dass Kooperationen in Deutschland und Europa kein politisches Risiko, sondern eine wirtschaftliche Chance sind.

WOELL-Consulting schafft diese Brücken: Wir sprechen beide Sprachen – die technologische wie die kulturelle. Wir helfen, Interessen zu synchronisieren, Erwartungen zu klären und Kooperationen so zu gestalten, dass sie für beide Seiten langfristig tragfähig sind. Denn eines ist klar: Die Energiewende wird nicht in nationalen Silos gewonnen. Sie wird gewonnen durch kluge Allianzen, industrielle Vernunft und den Mut, globale Realität anzuerkennen.

Oder um es pointiert zu sagen: Wer die Energiewende allein schaffen will, wird sie ziemlich sicher verlieren.

https://woell-consulting.eu/index.php/de



Mittwoch, 10. Dezember 2025


Ärmel hochkrempeln –
Die Energie- und Wärmewende als Bürgerbewegung

Es gibt in Deutschland eine bemerkenswerte Tradition: Wir warten. Wir warten auf Verordnungen, auf Förderprogramme, auf Kabinettsbeschlüsse, auf „große Würfe“. Besonders dann, wenn es um die Energie- und WÄRME-Wende geht.
Dabei hat sich über Jahre eine unbequeme Wahrheit herauskristallisiert: Wer wartet, verliert. Zeit, Geld – und vor allem Handlungsspielräume.

Die Politik wirkt in diesem Feld zunehmend wie ein Nachtwächter im Museum der fossilen Epoche: stets bemüht, nichts zu verändern, solange noch Licht brennt. Während draußen Wärmepumpen, Solarthermieanlagen, Geothermie, Biomasse-Heizwerke, Nahwärmenetze und Power-to-Heat-Lösungen längst serienreif sind, wird innen beraten, geprüft, abgewogen und moderiert – bevorzugt in Arbeitskreisen mit äußerst stabilen Kaffeekannen.

Dabei ist die Lage, rein technisch gesehen, längst klar. Rund 50 % des deutschen Endenergieverbrauchs entfallen auf Wärme. Studien von Fraunhofer ISE, Agora Energiewende und der Internationalen Energieagentur zeigen übereinstimmend, dass genau hier die größten und zugleich wirtschaftlichsten Dekarbonisierungpotenziale liegen – durch Kombination aus elektrischen Wärmepumpen (Idealerweise plus unsere doch so heißgeliebte PV), solarthermischen Großanlagen, industrieller Abwärmenutzung, Tiefengeothermie und saisonalen Wärmespeichern. Das Problem ist nicht die Technik. Das Problem ist die Trägheit und der schlichte Unwille.

Währenddessen wartet man in Berlin auf den großen Masterplan, der vermutlich dann verabschiedet wird, wenn der letzte Gaskessel in Rente geht. Die aktuelle Bundesregierung wirkt dabei weniger wie ein Innovationstreiber und eher wie ein Verwaltungsseminar zur korrekten Bedienung der Bremse. Manche Ministerien erinnern an Sicherheitseinweisungen im Museum für Dampflokomotiven: viel Respekt vor historischen Technologien, große Skepsis gegenüber allem, was nach Zukunft riecht.

Die Wirtschaft hingegen könnte längst mehr. Industrie und Mittelstand verfügen über Ingenieurskunst, Kapital und Umsetzungsgeschwindigkeit. Was fehlt, ist nicht Know-how, sondern Mut zur Eigeninitiative. Und wenn es an Kapital fehlt, nun dann sollte man daran denken, dass die Globalisierung keine Einbahnstraße ist. Dann geht man Kooperationen mit denen ein, die Technologien und Mainstreamfertigung besser verstehen und zudem noch Venture Capital mitbringen. Kooperieren, statt gegen den Drachen angehen, das Spiel verlieren wir. Aber zurück zum eigentlichen Kern der Ausführungen zur Eigenleistung: Warum nicht Energiegenossenschaften gründen, industrielle Abwärme systematisch in kommunale Netze einspeisen, Contracting-Modelle für Quartierslösungen etablieren? In Dänemark, Schweden, Finnland ist genau das längst Alltag: Nahwärme aus Großwärmepumpen, saisonale Wärmespeicher in Erdbecken, kommunale Wärmeplanung als Infrastrukturprojekt – ohne jahrelange politische Selbstfindungsphasen. Die Niederlande und Frankreich haben hier eher einen „mittleren Fortschritt“ zu vermelden, aber immerhin.. Und wir?

Besonders tragikomisch ist die Fixierung auf die rein strombasierte Lösung, als ließe sich jahrzehntelanger fossiler Wärmebedarf per Kabel allein bewältigen. Die Fachwelt ist sich einig: Ohne einen Technologiemix wird die Wärmewende nicht funktionieren. Solarthermie kann in Wärmenetzen bis zu 30 % der Jahreswärme liefern. Geothermie steht potenziell rund um die Uhr zur Verfügung. Biomasse – nachhaltig eingesetzt – ist regelbar und speicherbar. Abwärme aus Rechenzentren und Industrieanlagen verpufft derzeit meist ungenutzt. Man könnte meinen, wir hätten ein Schatzkonto, aber die PIN verlegt.

Natürlich ist es bequem, all dies der Politik zu überlassen. Sie möge regulieren, fördern, beschleunigen, vereinfachen. Doch die vergangenen Jahre haben gezeigt: Selbst gut gemeinte Programme verheddern sich nicht selten in Formularen, Zuständigkeiten und der Angst vor Fehlern. Vielleicht ist es an der Zeit, die Perspektive zu wechseln. Nicht als trotziger Rückzug, sondern als emanzipatorischer Akt: Selbst ist die Energiewende.


                                Beachte:    Zahlentechnisch nicht mehr ganz taufrisch, aber eine nach wie vor
                                                                passende Richtung die aufgezeigt wird!
                                                                P.S. und hier geht es nur um Strom!


Das bedeutet nicht Anarchie im Heizungsraum, sondern organisierte Selbstverantwortung. Bürger, Unternehmen und Kommunen können Netzwerke aufbauen, Pilotprojekte starten, Wärmenetze planen, Speicher errichten – und damit Fakten schaffen, bevor der nächste Referentenentwurf in Umlauf geht.

Die Geschichte lehrt uns: Technologische Sprünge kamen selten aus Ministerien, sondern aus Werkhallen, Garagen und mittelständischen Betrieben, oder?!.

Die Satire besteht letztlich darin, dass wir auf Erlösung durch Verwaltung hoffen, während die Werkzeuge längst in unseren Händen liegen. Die Energiewende ist keine Frage politischer Großrhetorik, sondern technischer Praxis. Mal abgesehen davon, dass wir aktuell eine BR vorzuweisen haben, denen es scheinbar an Kompetenz und Willen fehlt. Eine ungesunde Mischung. Keine ideologische Schlacht, sondern ein Infrastrukturprojekt.
Bei den Ministerien und deren Vertretern schaut man gefühlt doch eher mal danach wie man seine Zukunft in einem hoch dotierten Posten bei Freunden aus Industrie und Wirtschaft gestalten kann. Einen Posten bei dem man schlicht existent sein muss. Leistung wird da doch eher weniger eingefordert. Einfach mal Fritze fragen.
😏

Vielleicht ist es an der Zeit, weniger auf die längst überfällige Pressemeldung aus dem Regierungsviertel zu warten – und mehr auf die eigene Heizzentrale, das eigene Firmendach, das eigene Quartier, die eigene kommunale Wärme-/Energieversorgung zu schauen. Nicht aus Politikverdrossenheit, sondern aus Gestaltungswillen UND weil es die aktuelle Regierung schlicht nicht zu können scheint.

Lasst uns in die Zukunft schweifen.
Was möchten wir lesen, wenn wenn die Geschichte der Wärme- und Energiewende eines Tages geschrieben wird?

Sollte dort nicht stehen:
„Sie haben es einfach gemacht.“
statt
„Sie warteten auf ein Gesetz.“